layout banner harzer mtb cup
Bad Harzburg
17.04.2011
Altenau
22.05.2011
Clausthal
29.05.2011
Braunlage
25.06.2011
Schierke
27.08.2011

Bericht Altenau 23./24.05.09

Mountainbike: 500 Starter in Altenau dabei

Jörg Schmidtmann formulierte es etwas drastisch, als er ins Ziel einfuhr. „Ein geiles Dreckstück habt ihr da abgesteckt“, sagte er zu Christian Deike, dem Vorsitzenden der Mountainbike-Freunde Oberharz. Was so despektierlich dahingesagt war, war als großes Kompliment an die neue Strecke des 10. Stevens Mountainbike-Marathon in Altenau gemeint.
Nicht nur dieses Lob Schmidtmanns, Sieger über die 35-Kilometer-Strecke, ließ Deike und sein Team recht zufrieden dreinblicken. Zwar blieb das Starterfeld mit 501 Bikern wegen eines parallel im Solling laufenden Rennens hinter den Erwartungen zurück, doch prasselte von allen Seiten positive Resonanz auf die Mountainbike Freunde.

Viel Lob geerntet

Vor allem die neue Strecke, die den Teilnehmern immerhin etwa 1000 Höhenmeter pro Runde abforderte, kam bei den Teilnehmern gut an. „Der Steinbruch ist witzig“, meinte Caroline Klawitter, Siegerin der Damenkonkurrenz über die 35 Kilometer. „Wenn man da in die Gesichter der Entgegenkommenden blickt, da weiß man, was einen noch erwartet.“ Daniela Petrick aus Goslar, Dritte über diese Strecke, war auch angetan: „Von den Bergen her fand ich das recht anspruchsvoll, das waren schon starke Anstiege.“
Doch diese Einschätzung teilten nicht alle Starter. „Heftige Steigungen und gemeingefährliche Gefälle“, „Wenn es nur der Steinbruch gewesen wäre“ – so lauteten die Kommentare einer Reihe von Fahrern, die statt zwei oder Runden zu absolvieren, vorzeitig das Handtuch warfen.

Dazu kamen die üblichen Wehwehchen wie Bauchschmerzen, Krämpfe in den Beinen oder einfach nur Übelkeit. Extrem sportlich zeigte sich Florian Krause aus Clausthal-Zellerfeld, der sein Bike im Dauerlauf über die Ziellinie schob. „Flicken hätte mich mehr Zeit gekostet“, sagte er und war dann eben mit dem Plattfuß die letzten etwa zwei Kilometer gejoggt.

Ebenfalls wieder beachtlich war die Leistung von Thomas Schäfer. Der Mann vom Univega pro Cycling-Team trägt am rechten Bein unterhalb des Knies eine Prothese. Doch trotz dieses Handicaps belegte er wie schon in der Vorwoche in Clausthal-Zellerfeld den zweiten Platz über die Kurzstrecke. Waren es in der Vorwoche noch über zwei Minuten, die er hinter Jörg Schmidtmann lag, trennten diese beiden diesmal lediglich noch zehn Sekunden.

Über die Langstrecke dominierte einmal mehr Stefan Danowski vom Hamburger TrengaDe-Team das Feld. Nach seinem Sieg in Clausthal-Zellerfeld führt er mit 200 Punkten deutlich in der Gesamtwertung um den Harzer MTB-Cup 2009. Robert Weidner (Bad Bevensen) liegt mit 125 Zählern auf dem zweiten Rang.

Ein schwerer Unfall

„Stellenweise ist die Strecke extrem schnell“, bilanzierte Andre Kleindienst, Sieger über die 70 km. Den Steinbruch selbst empfand er als nicht so schlimm, „die Anstiege im Wald waren schlimmer.“ Tags zuvor war er Zweiter beim Cross-Country-Rennen geworden, was ihm fast zum Verhängnis geworden wäre: „Es war grenzwertig heute, was meine Kraft angeht.“

Freilich gab es auch weniger Erfreuliches. Schlimm war der Unfall eines Begleitfahrers. „Da hat wohl einer seine Freundin auf dem Fahrrad begleitet, trug aber keinen Helm. Der Mann ist gestürzt und musste mit einem Schädelbasisbruch ins Krankenhaus“, schilderte Deike. Zum Glück für den Verletzten passierte der Unfall wohl an einer Stelle, die für die Rettungskräfte gut erreichbar war. Unsportlich waren auch zwei Biker, die vorsätzlich die Strecke abkürzten. Sie wurden erwischt.

Goslarsche Zeitung vom 25.05.09

Hinterlasse eine Antwort

Du musst angemeldet sein, um einen Kommentar zu erstellen.

Urlaub im Harz      Gastgeber im Harz finden